FDP Rheinberg ist erfreut über Planungen zum Rheinberger Hochbahnanschluss 2020

Im Zuge der Problematik der Regionalbahn 31 und der damit verbundenen anhaltenden Ausfälle und Verspätungen der Nordwestbahn reagiert nun der VRR konsequent: Eine neue Hochbahntrasse zwischen den Städten Duisburg, Moers, Kamp-Lintfort, Rheinberg und Xanten soll bereits 2020 fertig gestellt sein und die Nordwestbahn entlasten. Gespräche über einen Betreiber der Strecke laufen bereits.

“Wir freuen uns, den VRR von unserer liberalen Idee überzeugt zu haben”, so Ralf Vogel, Ortsvorsitzender der FDP Rheinberg mit Blick auf einen Antrag der Liberalen zum Thema RB31 aus 2018, der konkret einen solchen Prüfauftrag einer Hochbahn-Erschließung vorsah.

Die jetzt vorgestellten Planungen des VRR sehen vor, dass ab Mitte 2019 die Bauarbeiten zum neuen ÖPNV-Anschluss beginnen. Die Trasse wird in etwa 8 Metern Höhe entstehen und führerlose Züge über Rad- und Wanderwege sowie Naturschutzgebiete fahren lassen, sodass keine Nutzungskonflikte mit anderen Fortbewegungsmitteln und der Umwelt entstehen, versichert der VRR. Zudem benötige die Bahn kein weiteres Personal von Fahrzeugführern, welche ohnehin momentan in nicht ausreichender Anzahl auf dem Arbeitsmarkt vorhanden seien. Entsprechende Tests mit führerlosen Bahnen in Düsseldorf 2018 zeigten erfreuliche Ergebnisse.

Für Rheinberg sieht der Bau der Trasse konkret eine bauliche Erweiterung des Rheinberger Bahnhofs hin zu einem Hauptbahnhof mit separatem Hochbahn-Gleis über dem bereits vorhandenen Bahnhofsgebäude vor (siehe Planungsfoto). Im Bereich zwischen Rheinberg und Millingen entsteht eine Art Kreisverkehr, welcher einen Abzweig zur weiteren neuen Trasse Rheinberg-Kamp-Lintfort-Moers beinhaltet. Die Planungen dieser Trasse sind bereits Bestandteil in den Bauplänen des neuen Kamp-Lintforter Bahnhofes.

Dieses Zukunftsprojekt ist auch für die Studenten der Uni Duisburg-Essen und der Hochschule Rhein-Waal ein Meilenstein. Durch den 20-Minuten-Takt sind deutlich bessere Austauschmöglichkeiten zwischen den Hochschulen möglich. Aber auch mögliche Studentenwohnquartiere außerhalb der Hochschulstädte werden sinnvoll. Wie zum Beispiel in Rheinberg. Dies führt dann zu einer Wiederbelebung der Rheinberger Innenstadt, so Rainer Mull stellv. Vorsitzender der FDP Rheinberg.

Pünktlich zur Landesgartenschau in Kamp-Lintfort 2020 verbindet somit die kommende Hochbahn unter anderem die beiden Städte Kamp-Lintfort und Rheinberg. Timo Schmitz, stellv. Vorsitzender der FDP Rheinberg ergänzt hierzu: “Das Projekt des VRR ist nicht nur infrastrukturell für Rheinberg ein enormer Gewinn, sondern erzeugt zudem interkommunale Synergieeffekte im Bereich Tourismus mit unseren Partnerkommunen, vor allem Kamp-Lintfort mit der LAGA 2020 und der Hochschule Rhein-Waal und Xanten als Tourismusmagnet des Kreises Wesel.”

Der Zugverkehr der RB31 wird während der Bauarbeiten nicht weiter eingeschränkt werden müssen. Es bleibt bei den üblichen Verspätungen der RB31.

 

 

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