Pulverturm-Schule statt Klassen-Container RP vom 19.01.2026

Bild Pulverturm Schule

Die Pulverturm-Schule steht seit dem Sommer leer. Ein kleines Ampel-Bündnis im Rat bringt das fast 100 Jahre alte Gebäude jetzt auf die politische Tagesordnung als mögliches Ausweichquartier für Schulen an denen gebaut wird. Foto: Ostermann, Olaf (oo)

Rheinbergs Schulen werden absehbar zu Baustellen. Vor dem Hintergrund blickt ein ungewöhnliches Ampel-Bündnis auf die leer stehende Schule am Pulverturm und sieht darin ein mögliches Ausweichquartier. Doch es gibt Fragen.

Im Rat der Stadt Rheinberg hat sich eine in der Zusammenstellung ungewöhnliche Ampel eingeschaltet, um eine neue Nutzung für die im Sommer leergezogene Schule am Pulverturm auf den Weg zu bringen. Grüne, FDP und Die Linke, bei der Kommunalwahl im Herbst arg geschwächt, haben sich zusammengetan und einen gemeinsamen Antrag formuliert, in dem sie die Forderung erheben, die ehemalige Montessori-Schule gezielt unter die Lupe zu nehmen, um ihren potenziellen Wert für die Stadt sattelfest zu ermitteln. Die Zeit dränge, so die Sprecher der Fraktionen. Denn im Rahmen der Haushaltsberatungen stünden kostenträchtige Entscheidungen an, die durch Klarheit über den baulichen Zustand der Immobilie auf dem Stadtburgareal verträglicher ausfallen könnten. Der Ampel-Antrag wird am Mittwoch, 21. Januar, um 17 Uhr im Stadthaus (Raum 246) in der Sitzung des Ausschusses für Bau und Planung beraten.

Die Ampel greift die nicht so neue Idee wieder auf, das fast 100 Jahre alte ehemalige Schulgebäude als Ausweichquartier zu nutzen, in das Klassen für die Zeit umziehen könnten, in der ihre Schule saniert wird. Das gelte zunächst für das Amplonius-Gymnasium. Hier hat gerade der Erweiterungsbau begonnen. Die Antragsteller beziehen sich auf die Absicht, hier mit Beginn des kommenden Schuljahres für die Bauzeit – geschätzte Fertigstellung in 2029 – zehn Unterrichtscontainer anzumieten oder zu kaufen.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …