
Stephan Heuser ist Vorsitzender des FDP-Stadtverbandes in Kamp-Lintfort und Vorsitzender der Fraktion im Stadtrat. Foto: FDP Kamp-Lintfort
Vor zehn Jahren verpasste Stephan Heuser bei seiner ersten Kandidatur den Einzug in den Landtag knapp. 2027 tritt der Kamp-Lintforter erneut für die FDP im Wahlkreis Wesel II an. Der Kommunalpolitiker will der Region eine liberale Stimme geben.
Stephan Heuser aus Kamp-Lintfort tritt für die FDP bei der Landtagswahl am 26. April 2027 im Wahlkreis 58 – Wesel II an. Am Samstag wurde er auf der Kreiswahlversammlung der Liberalen im Kreis Wesel zum Kandidaten gewählt. Der Wahlkreis umfasst die linksrheinischen Kommunen Kamp-Lintfort, Rheinberg, Alpen, Sonsbeck und Xanten sowie Voerde als einzige rechtsrheinische Stadt.
Stephan Heuser ist seit 2016 Vorsitzender des FDP-Stadtverbandes, seit November 2020 ist er außerdem Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Kamp-Lintforter Stadtrat. „Bei der Landtagswahl am 25. April 2027 geht es nicht nur für die FDP um viel, nämlich den Wiedereinzug in den Landtag, sondern auch für unser Bundesland“, betont der Politiker in einer Pressemitteilung.
Dabei treiben den Sparkassen-Betriebswirt, der gebürtig aus Essen kommt und seit 1997 mit seiner Familie in Kamp-Lintfort lebt, folgende Fragen um: Welche Ideen und Konzepte sind zukunftsgerichtet, welche nicht? Gibt es noch eine politische Mitte oder werden die politischen Ränder stärker? Wie können knappe Gelder sinnvoll wirken? Wie gewinnen Städte und Gemeinden Handlungsspielräume zurück?
Der Landtagswahlkampf ist ihm nicht fremd. „Bereits vor zehn Jahren war ich in einer schwieriger Situation Landtagskandidat meiner Partei. Es hat mir große Freude gemacht, Vorurteile gegenüber der FDP auszuräumen und unsere Idee von einer freiheitlichen Gesellschaft vorzustellen. Besonders positiv sind mir die Podiumsdiskussionen in den Schulen in Erinnerung geblieben.“ Der FDP sei damals ein beeindruckendes Comeback gelungen.
Er habe seinerzeit nur knapp den Einzug in den Landtag verpasst, erinnert sich Stephan Heuser, der Vater von zwei erwachsenen Kindern ist. „Wie damals werbe ich für einen fairen Wahlkampf, bei dem für Positionen geworben wird, und nicht gegen Personen. Wir sollten Vorbild sein für eine Debattenkultur, die in vielen sozialen Medien leider abhandengekommen ist.“
Der FDP-Kreisverband will in den kommenden Monaten klare inhaltliche Schwerpunkte für den Niederrhein setzen. Im Fokus der politischen Arbeit stünden die Stärkung einer zukunftsfähigen lokalen Wirtschaft, die Schaffung der besten Bildungs- und Aufstiegschancen für junge Menschen sowie die spürbare Entlastung von Familien vor Ort und in ganz Nordrhein-Westfalen, heißt es auf der Homepage der Liberalen. Ziel sei es, Verantwortung zu übernehmen und dem Kreis Wesel wieder eine liberale Stimme im Düsseldorfer Landtag zu verleihen.