FDP: Messe-Gelände als Gewerbegebiet entwickeln RP 15.08.2018

Foto: Reichwein/Christoph reichwein (Archiv)

Keine Gewerbeflächen mehr in Rheinberg? Die Liberalen weisen die Argumentation des Wirtschaftsförderers Thomas Bajorat zurück.

Der Rheinberger Textilunternehmer Thorsten Bache möchte seinen Betrieb an der Bahnhofstraße dringend erweitern, die Stadt kann ihm allerdings keine geeignete Gewerbefläche zur Verfügung stellen (wir berichteten). Die FDP-Fraktion kann der Argumentation von Wirtschaftsförderer Thomas Bajorat, der in Rheinberg keine Gewerbeflächen für Rheinberger Unternehmen mehr sieht, nicht folgen und greift das Thema grundsätzlich auf.

„Seit zwei Jahren will ein Investor das Messegelände im Reichel-Areal auf eigene Kosten entwickeln und dort auch Gewerbeflächen für Rheinberger Unternehmen bereitstellen“, teilt Fraktionsvorsitzender Herbert Becker mit. Allerdings seien alle seine Pläne, die er in den verschiedenen Gremien vorgestellt und nach den Wünschen der Beteiligten optimiert hatte, totdiskutiert und auf die lange Bank geschoben worden.

„Schon in der Vergangenheit haben wir moniert, dass Investoren in Rheinberg nicht begrüßt, sondern als böse Buben dargestellt und vertröstet werde“, so Fraktionsvorsitzender Becker.

Für die Erschließung des Reichelgeländes sei eigens die Umgehungsstraße gebaut worden. Somit sei dieses in Privatbesitz befindliche Areal die letzte Möglichkeit, in Rheinberg einen wirtschaftlich zukunftsweisenden Ausbau voranzutreiben und durch neue Arbeitsplätze sowie Gewerbesteuereinnahmen zur Belebung der Stadtentwicklung beizutragen. Die FDP: „Schulen, Kindergärten, Bäder, Bibliotheken, Kultur und Sport werden schließlich auch aus Gewerbesteuern gezahlt.“

Die Fläche, auf der sich die Messe befindet, zu einem Wohngebiet umzuwidmen, könne nur durch die Rücknahme vorhandener Wohnflächen ausgeglichen werden und sei am Annanberg nicht möglich. Becker: „Wenn wir nichts machen, entsteht dort in einigen Jahren eine vergammelnde, nicht genutzte Industriebrache. Wenn man nicht alles zerreden würde, wäre auch Platz für Rheinberger Unternehmen vorhanden.“

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